Hausärztliche Betreuung

Kassenzulassung für alle Hausarztprogramme:
  • Teilnehmer am Hausarztmodell der AOK gemäß §73
  • Hausarztvertrag mit den Ersatzkassen, den Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen

Vorsorgeuntersuchungen bei Jugendlichen und Erwachsenen
Impfberatungen und Schutzimpfungen
Untersuchungen vor operativen Eingriffen

Hausbesuche

Selbstverständlich führt Dr. Haack Hausbesuche zu Hause und in den Seniorenheimen durch.

Bitte melden Sie sich bei schweren Erkrankungen bis 11:00 Uhr, so dass wir die Besuche nach Beendigung der Vormittagssprechstunde in der Mittagszeit durchführen können.

Für delegierbare Leistungen wie Blutdruck- oder Blutzuckermessen sowie Blutabnahmen wird er von der medizinischen Fachangestellten Tanja Zieher unterstützt. Frau Zieher hat sich durch spezielle Fortbildungen zu einer sehr erfahrenen Versorgungs­assistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) qualifiziert.


Weitere Leistungen

  • Ultraschall von Bauchorganen und Schilddrüse
  • Herzultraschall (Farbdoppler-Echokardiographie) für Privatpatienten
  • Gefäßultraschall (Doppler und Duplex) für Privatpatienten
  • EKG (Elektrokardiographie)
  • Belastungs-EKG
  • 24-Stunden-EKG (Langzeit-EKG)
  • 24-Stunden-Blutdruckmessung
  • Lungenfunktionsprüfung
  • Laboruntersuchungen (Blut, Urin etc.)
  • Psychosomatische Medizin (Körper und Psyche)
  • Sexualberatungen

Diabetologische Leistungen

durchgeführt von Diabetesassistentin Cornelia Pflüger

  • Sprechstunde für Patienten mit/ohne Insulintherapie
  • Fußsprechstunde
  • Strukturierte Diabetes-Schulungen
  • Einzelberatungen
  • Ernährungsberatungen
  • Diagnostik und Therapie der diabetischen Begleit- und Folgeerkrankungen
Über Frau Pflüger

Zusätzliche Angebote (keine Kassenleistungen)

Führerschein

Die Fahrer von LKW ab 3,5 Tonnen Nutzlast benötigen zur Verlängerung ihres Führerscheins ab dem 50. Lebensjahr in 5-Jahresintervallen eine Verkehrstauglichkeitsbescheinigung vom Hausarzt. Die Verkehrstauglichkeitsbescheinigung vom Hausarzt sowie ein Führerscheingutachten vom Augenarzt sind erforderlich.

Untersuchungsumfang:

  • Anamnese
  • Körperliche Untersuchung
  • Labordiagnostik (kleines Blutbild, Blutzucker, Leber, Schilddrüse, Nierenfunktion, Urin)
  • Beratung

Der Erhalt der LKW-Fahrerlaubnis setzt sozusagen eine kleine Gesundheitsuntersuchung voraus.
Diese Leistung wird von Ihrer Krankenkasse nicht erstattet.

Sozialgericht / Versorgungsamt / Landratsamt

Oft werden wir von behördlichen Instanzen um Gutachten, Befundberichte und ärztliche Stellungnahmen gebeten. Diese Berichte rechnen wir auf Basis des Zeugen- und Sachverständigen­entschädigungs­gesetzes ab.

Diese Leistung wird von Ihrer Krankenkasse nicht erstattet.

Lebensversicherung

Je nach der Versicherungssumme einer Lebensversicherung wünschen die Gesellschaften eine ärztliche Untersuchung (wie Check Up) zur Bestimmung Ihres aktuellen Gesundheitszustandes. Der Umfang unserer Untersuchung richtet sich nach der beantragten Versicherungssumme und beinhaltet oft eine Blut- und Urinuntersuchung und ein EKG. Bitte teilen Sie uns bei der Terminanfrage Ihr Anliegen mit.

Diese Leistung wird von Ihrer Krankenkasse nicht erstattet.

Laktat-Test für Freizeit- und Leistungssport

Körperliche Fitness ist die Grundlage für ein aktives und gesundes Leben. Bei einem Laktat-Test überprüfen wir Ihre aktuelle körperliche Fitness. Mit dem Einsatz eines Ergometers testen wir Ihre körperliche Belastbarkeit und ermitteln den Laktatwert Ihres Blutes, der einen Hinweis auf Ihre individuellen Belastbarkeitsgrenzen gibt. Zur Erhöhung der Fitness gestalten wir Ihren individuellen Trainingsplan.

Wie wird der Test durchgeführt?
Wir überprüfen Ihre körperliche Belastbarkeit mithilfe eines Belastungs-EKGs und einer Laktatmessung. Dabei erhöhen wir die Belastung stufenweise. Nach jeder Stufe, die 2 Minuten dauert, nehmen wir Ihnen einen Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen zur Bestimmung Ihrer belastungsabhängigen Laktatwerte ab.

Diese Leistung wird von Ihrer Krankenkasse nicht erstattet.

Sportbasisuntersuchung und Beratung

Ob Freizeit- oder Leistungssportler, ob Mitglied in einem Schwimm- oder Sportverein, ob Sportbootführerschein oder Taucher, ob jung oder alt: Ihre Gesundheit ist ein hohes Gut. Daher bieten wir allen Sportlern einen Check Up an. Der Sport sollte Ihrer Gesundheit dienen. Für manche Wettkämpfe benötigen Sie außerdem ein Gesundheitszeugnis. Gerne untersuchen und beraten wir Sie.

Diese Leistung wird von Ihrer Krankenkasse nicht erstattet.

Tauchsportuntersuchungen

Wozu dient ein Tauchtauglichkeits-Check?
Tauchen ist eine körperlich anspruchsvolle Sportart, die volle körperliche Fitness verlangt. Beim Tauchtauglichkeits-Check führen wir umfangreiche Untersuchungen durch, die Aufschluss über Ihren Fitness- und Gesundheitszustand geben. Dabei wird insbesondere überprüft, ob Ihr Körper für das Tauchen geeignet ist, damit Sie sicher und mit gutem Gefühl tauchen können.

Wie funktioniert ein Tauchtauglichkeits-Check?
Beim Tauchtauglichkeits-Check führen wir bei Ihnen zunächst eine gründliche allgemeine körperliche Untersuchung durch. Anschließend werden die Vitalkapazität und die Lungenfunktion bestimmt sowie ein EKG durchgeführt.

Diese Leistung wird von Ihrer Krankenkasse nicht erstattet.

Leberaufbaukur

Die Leber ist das zentrale Entgiftungsorgan des Organismus. Bei Funktionsstörungen und Funktionseinschränkungen der Leber ist die Entgiftungsleistung vermindert.

Das ist der Fall bei:

  • Fettleber und erhöhten Leberwerten
  • Einnahme von leberschädigenden Medikamenten
  • vermehrtem Alkoholgenuss
  • Kontakt mit lebertoxischen Stoffen (z.B. beruflich)
  • Verdacht auf ein MCS (Multiple Chemical Sensitivity)-Syndrom

In all diesen Fällen ist eine Leber-Entgiftungskur ratsam. Durch die Infusionsbehandlung mit den natürlichen Aminosäuren L-Ornithin-L-Aspartat wird die Entgiftungsleistung der Leber stimuliert, die Leber wird entgiftet, die Energiebilanz verbessert und es wird dem Muskelabbau entgegengewirkt.

Die Entgiftungskur kann in unserer Praxis durchgeführt werden. Es wird täglich eine Infusion über 5 Tage verabreicht, wobei eine Infusion 60-90 Minuten dauert.

Diese Leistung wird von Ihrer Krankenkasse nicht erstattet.

Vitalisierungskur bei Erschöpfung

Die Behandlung mit Medivitan hat sich seit mehr als 30 Jahren bewährt bei:

  • Erschöpfung
  • Vitalitätsverlust
  • Aktivitätseinbuße
  • Schwächeperiode im Alter, nach Erkrankungen, Operationen oder Unfällen

Auch bei Beeinträchtigung des Allgemeinzustands kann Medivitan eine verblüffende Wirkung zeigen. Durch Vitamin B6 und Folsäure kann sogar der Homocystein-Spiegel in Ihrem Blut gesenkt werden und eine Gefäßverkalkung gehemmt werden.

Diese Leistung wird von Ihrer Krankenkasse nicht erstattet.

Laborwunschleistungen

Sie haben die Möglichkeit, auf Ihren individuellen Wunsch hin, bestimmte Blutwerte bestimmen zu lassen. Zur Vereinfachung haben wir Ihnen dazu drei unterschiedliche Profile zusammengestellt.

Profil 1: Vorsorgeplus klein

  • HDL
  • Triglyceride
  • LDL
  • GOT

Kosten: 10 €

Profil 2: Vorsorgeplus groß

  • Blutbild
  • Calcium (Mineralstoff)
  • Natrium (Mineralstoff)
  • Gesamteiweiß
  • Gesamtbilirubin (Galle)
  • Harnsäure (Gicht)
  • Harnstoff (Niere)
  • Kreatinin (Niere)
  • Lipase (Bauchspeicheldrüse)
  • Gamma-GT (Leber)
  • Eisen
  • Magnesium
  • IgE

Kosten: 34,60 €
Kosten mit IgE (Allergie): 51,60 €

Im Blutbild (BB) bestimmen wir die Konzentration der verschiedenen Blutzellen. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren den Sauerstoff, die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sind für die Abwehr zuständig und die Blutplättchen (Thrombozyten) für die Blutgerinnung. Außerdem bestimmen wir die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und den prozentualen Anteil der roten Blutkörperchen: den Hämatokritwert.

Profil 3: Privates Rundum sorglos Paket

  • Blutbild
  • Weiße Blutkörperchen
  • Kalzium
  • Kalium
  • Natrium
  • HbA1c (Blutzucker) Cholesterin
  • HDL-Cholesterin
  • Triglyceride
  • Gesamt-Eiweiß
  • Eiweiß-Elektrophorese
  • Gesamt-Bilirubin (Galle)
  • Harnsäure (Gicht)
  • Harnstoff (Niere)
  • Kreatinin (Niere)
  • Alkalische Phosphatase (Galle)
  • Lipase (Bauchspeicheldrüse)
  • Gamma-GT (Leber)
  • GOT (Leber)
  • IgE (Allergie)
  • Quick (Gerinnung)
  • Eisen
  • Magnesium

Kosten 96,51€


Wissenswertes

Laborwerte

Im Blutbild (BB) bestimmen wir die Konzentration der verschiedenen Blutzellen. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren den Sauerstoff, die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sind für die Abwehr zuständig und die Blutplättchen (Thrombozyten) für die Blutgerinnung. Außerdem bestimmen wir die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und den prozentualen Anteil der roten Blutkörperchen: den Hämatokritwert.

Calcium ist ein wichtiger Mineralstoff. Zwar werden Knochen und Zähne durch Calcium aufgebaut, aber dieser Mineralstoff ist auch wichtig für die Zellenfunktion, da er die elektrische Signalübermittlung stabilisiert, die Blutgerinnung unterstützt und für das Nervensystem unerlässlich ist (unsere 5 Sinne).
Nicht mit Calcium zu verwechseln ist Kalium. Sowohl ein Mangel aber auch ein Überschuss an Kalium ist sehr gefährlich für Ihr Herz.
Kalium (inneres Zellmilieu) ist aber auch für die Regulation des Wasserhaushaltes, der Informationsweiterleitung in Ihrem Nervensystem und bei der Regulation des Blutdrucks wichtig.

Die Verbindung von Natrium und Chlorid nennt man Kochsalz. Natrium ist wichtig für den Flüssigkeitshaushalt und die ph - Regulation. Oft werden nach sportlicher Herausforderung Muskelkrämpfe durch Natriummangel ausgelöst. Natriummangel durch Trinken von elektrolytfreien Getränken kann sogar zum Tode führen. Menschen mit hohem Blutdruck sollten an Natrium sparen. Das Gedächtnis für Ihren durchschnittlichen Blutzuckerhaushalt im Blut ist der HbA1c-Wert.

Das HDL ist das gute (Heilige) Cholesterin. Das HDL verursacht keine Arterienverkalkung (Arteriosklerose).
Triglyceride sind die Fette, die wir meist mit dem Essen aufnehmen. Daher nennt man sie auch Nahrungsfette. Fette haben sehr viel Kalorien und die Triglyceride, die Sie zum Beispiel bei der Bewegung nicht verbrauchen, lagern sich als Polster an.
Das LDL ist das schlechte („liderliche“) Cholesterin und Mitverursacher von Arterienverkalkung. Das Verhältnis von LDL zu HDL bestimmt, wie hoch das Risiko für eine Arteriosklerose ist.
GOT steht für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, AS(A)T für Aspartat-Aminotransferase. Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Enzym. Das GOT nennt man zwar Leberenzym, allerdings kommt es auch in den Skelettmuskeln, im Gehirn, in den Nieren und in der Lunge vor.

Cholesterin: Den größten Teil unseres Cholesterins in unserem Blut stellt unsere Leber her. 25 % nehmen wir selbst mit der Nahrung auf. Es ist im Prinzip ein lebenswichtiger Bestandteil, denn auch Zellwände, Gallensäuren und zum Teil Hormone werden aus diesem Lipoprotein hergestellt. Das Risiko für Gefäßverkalkungen kann mit der Höhe des Gesamtcholesterins ansteigen.

Gesamt-Eiweiß: Die Eiweiße im Blut haben verschiedene Funktionen und Aufgaben. Dazu gehört die Bildung von Antikörpern, auch die Strukturproteine. Bei Leberfunktionsstörungen können z.B. Aufbaustörungen auftreten oder es kann zum Eiweißverlust durch Nierenkrankheiten kommen.

Eiweiß–Elektrophorese: Die Eiweiße bilden keine einheitliche Gruppe, da die Eiweiße in unserem Körper unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Nach Größe und elektrischer Ladung (Elektrophorese) kann das Labor die Eiweiße in Ihrem Blut elektrophoretisch aufteilen (5 Banden).

Gesamtbilirubin: Erst bei Erhöhung des Gesamtbilirubins differenzieren wir zwischen dem direkten und indirekten Bilirubin. Eine Erhöhung des gelben Leberfarbstoffs (Gelbsucht) kann auf eine Vielzahl von Krankheiten hinweisen: Leberentzündung, Leberzellschaden, Leberzirrhose aber auch auf Blutarmut und Vitamin-B12-Mangel.

Kreatinin wird gebildet, um den Muskel mit Sauerstoff zu versorgen. Die Synthese erfolgt sowohl in der Niere, aber zum Teil auch in Leber und Bauchspeicheldrüse. Mit dem Urin werden ca. 2% des Kreatins täglich als Kreatinin über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Alkalische Phosphatase kommt als Enzym in einigen Körperorganen vor. Eine Erhöhung kann auf viele Knochen- oder Lebererkrankungen hinweisen.
Die Bauchspeicheldrüse stellt nicht nur das Hormon Insulin her, sondern auch das Verdauungsenzym Lipase her. Die Lipase wird hauptsächlich nach deftigem Essen an den Dünndarm abgegeben und spaltet dort Nahrungsfette. Der Lipasespiegel steigt zum Beispiel bei Entzündung des Pankreas (Bauchspeicheldrüse).

Gamma GT ist der bekannteste Leberwert. Dieser Messwert ist sehr empfindlich und eine Erhöhung deutet häufig auf Alkoholgenuss hin. Schon nach ein bis zwei Gläsern Wein kann der Wert steigen.

GOT steht für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, AS(A)T für Aspartat-Aminotransferase. Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Enzym.
Das GOT nennt man zwar Leberenzym. Die GOT kommt aber auch in Skelettmuskeln, im Gehirn, in den Nieren und in der Lunge vor.

Das Immunglobulin E(IgE) gehört zu den Abwehrstoffen. Im Mittelalter war dieser Wert ein Zeichen für erhöhte Abwehrkraft bei Wurm- und Parasitenbefall. Aktuell spielt es eine Rolle bei den zunehmenden Allergien. Diese Abwehrkörper sind meist an Mastzellen gebunden.

Die roten Blutkörperchen benötigen Eisen zum Sauerstofftransport. Sauerstoff ist die Grundlage für (fast) alle Energieprozesse in Ihrem Organismus. Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn wir bei Eisenmangel müde, schlapp und energielos werden.

Einer von vielen wichtigen Nährstoffen ist Magnesium. Einerseits ist dieses Element ein wichtiger Aufbaustoff, andererseits benötigen viele Stoffwechselprozesse im Körper diesen Stoff. Den Stoff (Erdalkali) findet man zwar hauptsächlich in Muskel- und Skelettmuskulatur, andererseits profitieren auch Herz und Seele von einem hohen Magnesiumspiegel.

Gesundes Essen bei hoher Harnsäure

Bei der Neigung zu hoher Harnsäure im Blut kommt es auf eine purinarme Ernährung an. Dies bedeutet oft eine Lebensstiländerung für den Betroffenen, die einer Gicht vorbeugt. Die Harnsäure, die im Körper durch den Abbau von Purinen entsteht, kann als Kristall ausfallen und zu einem starken schmerzhaften akuten Gichtanfall führen oder letztendlich chronisch zur Gelenksarthrose oder einem Nierenschaden durch Steinbildung führen. Die Löslichkeitsgrenze der Harnsäurekonzentration im Serum ist bei 6,5 mg/dl erreicht.

Grundlage einer langfristigen Senkung der Harnsäurekonzentration ist eine Verminderung des Alkoholkonsums oder der Verzicht auf das abendliche Bier (auch alkoholfrei) oder den Rotwein. Stattdessen dürfen Sie reichlich Wasser trinken, denn dies verringert die Harnsäurekonzentration. Dies gilt besonders bei starkem Schwitzen (Sauna) oder bei Flüssigkeitsverlust (Durchfall). Neben Kräuter- oder Früchtetee empfehlen wir besonders alkalisierende Mineralwasser (z.B. Apollinaris oder Fachinger).
Milch, Eier und Milchprodukte sowie Obst zählen zu den purinarmen Lebensmitteln. Gemüse und Früchte sind purinarm, aber leider gibt es Ausnahmen: Den Genuss von Rhabarber, Mangold, Spinat und roter Beete sollten Sie auf kleine Mengen begrenzen.
Fleisch, Wurst, Meeresfrüchte und Innereien erhöhen die Harnsäure besonders nach „üppigem“ Genuss (Feiertage).

Diabetes

Ihr Körper braucht Insulin, um Ihren Blutzucker zu erniedrigen. Je mehr Sie schnell resorbierbare Kohlenhydrate essen oder trinken, um so schneller steigt Ihr Blutzucker und um so mehr Insulin muss Ihre Bauchspeicheldrüse produzieren. Doch bei Diabetes Typ 2 ist die Fähigkeit, Insulin herzustellen, eingeschränkt. Für Patienten mit Diabetes Typ 2 sind daher folgende Nahrungsmittel ungeeignet:

  • alle süßen Getränke wie Limonaden und Fruchtsäfte
  • alle Süßigkeiten, Traubenzucker, Honig, Marmelade, Kuchen, Kekse, Pudding
  • Weissbrot, Toastbrot und Graubrot (Getreideprodukte)

Durch spezielle Backmethoden mit Lauge ist es außerdem so, dass nach dem Essen von Laugenweck oder Laugenbrezeln Ihr Blutzucker extrem schnell ansteigt. Bitte beachten Sie auch, dass Cornflakes und andere Flocken, Flakes und Müsli sehr viel Zucker enthalten können. Übrigens sind auch Speisen wie Reis, Spätzle und Nudeln, Pizza, Maultaschen und Kartoffeln nicht unbedingt geeignet für ein gesundes Leben mit Diabetes. Bei Übergewicht würde eine Ernährung mit weniger Kalorien (weniger als Ihr Energiebedarf) Ihren Diabetes verbessern und auf lange Sicht den BZ und das Risiko von Folgeerkrankungen verringern. Daher sollten Sie auch sehr fettreiche Nahrungsmittel wie Bratwurst, Pommes, Mayonnaise, Speck, Schmalz, Butter und Margarine meiden.

Jetzt werden Sie sich fragen:
Was soll ich denn dann überhaupt noch essen?
Leckere Alternativen sind:

  • Körnerbrötchen, Vollkornbrot, Naturreis, Pellkartoffeln, Spaghetti aus Hartweizen
  • Haferschleim (Porridge) mit Mandeln und Zimt
  • Magerer Aufschnitt wie Putenbrust und Schinken ohne Fettrand
  • Fettarmes Fleisch und fettarmer (Mager)Fisch wie Kabeljau, Schellfisch, Scholle
  • Hülsenfrüchte, Erbsen, Bohnen, Gemüse und Salat

Wie bei allem im Leben gilt: Das richtige Mengenverhältnis macht es aus.

„Halte immer Maß und Ziel
Trink und esse nicht zuviel.“

Und denken Sie daran:
Der Mensch ist ein Bewegungstier!

Bei weiteren Fragen auch bzgl. Schulung wenden Sie sich bitte
Per Telefon 07041 95940
Per Fax 07041 959439
E-Mail info@praxishaack.de
an unsere Diabetesassistentin Frau Cornelia Pflüger

Asthma und COPD

Sowohl Asthma als auch COPD gehören zu den Lungenkrankheiten, die die Bronchien verengen (Obstruktion = Verengung). Obwohl die Ursache der beiden pulmonalen (Pulmo = Lunge) Erkrankungen unterschiedlich ist, ähnelt sich die Therapie in vielen Punkten.

  1. Wichtig ist zunächst, dass Sie Ihre Inhalationssysteme richtig benutzen. Die Inhalationstechnik ist entscheidend, denn sonst kommt der Medikamentenwirkstoff nicht dahin, wo er hin soll: in die kleinsten Alveolarbläschen. Daher ist es extrem wichtig, dass Sie Ihre Medikamente zu unseren Lungenfunktionsmessungen mitbringen.
  2. Weiterhin wichtig ist eine aufmerksame Selbstbeobachtung, die Peak Flow Messung sowie ein Tagebuch, welches Sie bitte auch zu Ihren Kontrolluntersuchungen mitbringen.
  3. Bei subjektiv empfundener Luftnot kommt manchmal die Bewegung zu kurz. Doch zu einer gesunden Lebensführung ist Sport, ausreichend Bewegung und Spaß unerlässlich.

Optimal wäre die Teilnahme am Lungensport. Nachdem die gesundheitlichen Voraussetzungen vom Arzt überprüft wurden, können Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme stellen (Rehasport, Formular 56). Vor und nach Übungsbeginn wird der Peak Flow, Puls und Sauerstoffsättigung gemessen und protokolliert. Neben dem Sport erhalten die Teilnehmer Hinweise und Tipps zu Atemtechniken wie Lippenbremse und atemwegserleichternden Haltungen.

Ort und Zeit: Jeden Mittwoch zwischen 16:00 und 17:00 sowie zwischen 17:00 und 18:00 (außer in den Ferien) in der Mörike-Sporthalle beim TV Mühlacker.
Leitung: Unsere Mitarbeiterin Gerti Kiesling, ausgebildete Übungsleiterin mit B-Lizenz Innere Medizin.

Mehr Informationen

Selbstgerinnungsmessung

Sie haben eine mechanische Herzklappe, schwere Herzrhythmusstörungen oder in der Vergangenheit eine Thrombose oder eine Lungenembolie erlitten. Ein Schutz vor Gerinnsel stellt die prophylaktische Blutverdünnung mit Marcumar dar. Marcumar dient der Blutverdünnung, erhöht aber gleichzeitig durch die Verdünnung Ihr Blutungsrisiko. Falls Sie Marcumar einnehmen, können Sie durch die eigene Selbstmessung Ihrer Gerinnung das Risiko einer Blutung deutlich vermindern. So können Sie sofort Ihre Marcumardosis anpassen.

Voraussetzung ist eine Schulung, in der Sie alle theoretischen Grundlagen und fundierte Kenntnisse über die Zusammenhänge und die erforderliche Dosisanpassung erfahren. Unsere engagierte und sehr kompetente Schulungskraft Frau Heide Lutz berät Sie auch bezüglich der Voraussetzungen zur Schulung gerne. Kontaktaufnahme gerne über
Telefon 07041 95940
Fax 07041 959439
E-Mail: info@praxishaack.de

Grippe

Meistens sind Erkältungen eine eher harmlose Viruskrankheit. Sie sollten sich körperlich schonen, viel trinken und viel schlafen. Einreibungen und Inhalationen (z.B. mit Transpulmin Balsam) helfen, um sich besser zu fühlen. Eine gesunde Ernährung mit Vitamin-C-haltigem Obst wie Zitronen, Apfelsinen, Erdbeeren und Kiwi könnten Ihr Immunsystem unterstützen.
Nasentropfen (Xylometazolin – nicht länger als 7 Tage) und Antihistaminika (z.B. Tavegil) helfen, den Schnupfen zu vermindern. Fieber ist normal und muss bei gesunden Personen nicht unbedingt bekämpft werden. Gegen Schmerzen oder Fieber können Sie (bei einer gesunden Leber) Paracetamol oder Ibuprofen 400 einsetzen.

Die Einnahme von Schleimlöser (z.B. Ambroxol Sandoz 7,5 mg/ml) morgens und mittags je 4 ml, entsprechend 60 Tropfen und Hustenstiller (Paracodein – Suchtgefahr nach 3 Tagen) abends wird empfohlen.
Kombinationspräparate mit Koffein oder Dextrametorphan sind eher sinnlos. Meist werden bei zweifelhafter Wirkung neben Vitaminen noch Zinkpräparate (z.B. Zinkletten mit Vitamin C) empfohlen, die Beschwerden lindern und den Krankheitsverlauf verkürzen.
Bei einer reinen Grippe oder einer Erkältung ist kein Antibiotikum indiziert.

Unterstützend können Sie zu Beginn stündlich eine Tabl. Luffanest im Mund zergehen lassen und Pulmonest 4 x 4 ml einnehmen.
Bitte so oft wie möglich die Hände waschen.

Denken Sie an Ihre jährliche Grippeschutzimpfung.

Gute Besserung!

Durchfall

Die Gefahr des Durchfalls liegt in der Austrocknung des Körpers. Daher sollten Sie trotz Übelkeit, Würgereiz und Erbrechen zum Beispiel Kamillen-, Fenchel- oder Pfefferminztee trinken oder sich eine zuckerbasierte spezielle Mineralientrinklösung kaufen (WHO-Trinklösung). Zur Linderung der Übelkeit und des Erbrechens könnten Sie Iberogast Tropfen einnehmen.
Den Verlust von Mineralien können Sie auch durch Oral Pädon ausgleichen.

Bei sehr häufigen wässrigen Stuhlentleerungen nehmen Sie am ersten Tag 3 Kapseln Loperrhoe bei akutem Durchfall, später 2 Kapseln ein.

Bei sehr hohem Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl und starken Kopf-, Glieder-, Muskel- sowie Körperschmerzen können Sie bei Verträglichkeit mit Paracetamol (nicht bei Lebererkrankung) behandeln.
Schützen Sie Ihre Angehörigen durch Desinfektion mit z.B. Sagrotan. Nach Linderung der schlimmsten Beschwerden und beginnendem Appetit essen Sie zunächst nur Schonkost: Zwieback, Bananen, Reis, Apfelmus oder Toast unter Vermeidung von Milchprodukten.

Bei Krämpfen wird die Einnahme von Buscopan (als Zäpfchen oder Tabl.) empfohlen.

Nach Besserung werden neben Vitaminen auch Zinkpräparate empfohlen.

Bei Durchfall ist kein Antibiotikum indiziert.

Gute Besserung!